23. Dezember 2008

Schleichwerbung

Ich mach hier mal Werbung für ein Blog, dem ich ca. 25% meiner regelmäßigen Leserschaft verdanke. Eine Hand schmiert wäscht die andere. ;-)
Leider hat es eine Weile gedauert, bis der Kleine das mit dem RSS-Feed kapiert hatte; aber jetzt geht's und ich nehme ihn hiermit zur Belohnung in meine Blog-Roll auf. Hübsches Design übrigens, sehr zielgruppengerecht.

9. Dezember 2008

365:173, Nachtrag

Visualisierung von Wahlergebnissen in Landkarten ist eine feine Sache. Es gibt zahlreiche Karten, auf denen die geographische Größe der US-Bundesstaaten proportional zu ihrer Bevölkerungszahl, Wirtschaftskraft oder Anzahl der Stimmen im Electoral College verzerrt dargestellt wird. Die meisten davon sind aber sehr pixelig, und die äußere Form des Landes wirkt sehr verzerrt. Bei diesem Beispiel ist das nicht der Fall. Sehr hübsch.

23. November 2008

365:173

Bin ich zu spät dran mit meinem Kommentar zum "historischen" Wahlergebnis für Barack "Messias" Obama? Egal, auf einen mehr kommt es auch nicht mehr an.

Ich will mich auch auf einen ganz bestimmten Aspekt konzentrieren: Nebraska. Nebraska ist der konstitutionelle Ausreißer unter den US-Bundesstaaten. Man verzichtet dort nicht nur auf eine zweite Parlamentskammer (alle anderen Bundesstaaten verfügen über eine Zweikammersystem aus Abgeordnetenhaus und Senat), sondern auch gleich auf Parteien. Die Wahl zum Einkammerparlament (umgangssprachlich "Unicameral" genannt) wird nicht-parteiisch ("nonpartisan", das hat nichts mit Partisanen zu tun!) durchgeführt, d.h. auf dem Stimmzettel ist bei den Kandidaten keine Parteizugehörigkeit angegeben, und offiziell gibt es dort auch keine Fraktionen. Lustiges Völkchen, diese Nebrasken (Nebrasker? Nebraskaner?). Bei Präsidentschaftswahlen tun sie es den gleichermaßen exzentrischen Neuengländern aus Maine gleich und vergeben ihre Wahlmännerstimmen nicht en bloc (d.h. für denjenigen Kandidaten, der staatsweit die meisten Stimmen gewinnt), sondern pro Kongress-Wahlkreis (plus zwei weitere Wahlmänner staatsweit, entsprechend der zwei staatsweit gewählten Senatoren). Das hat bislang nie etwas ausgemacht, da der staatsweite Gewinner immer auch die Mehrheit der Stimmen in allen Wahlkreisen des Staates gewann, seit diese Regelung 1992 eingeführt wurde. Aber diesmal - Tusch! - ist es dem Wahlsieger Obama gelungen, im 2. Wahlkreis von Nebraska die Mehrheit zu gewinnen, obwohl die beiden anderen Wahlkreise und der Staat insgesamt mehrheitlich für McCain gestimmt haben. In der Schlussrechnung hat Obama damit eine Stimme mehr und McCain eine weniger. Ein nettes Detail, für das Ergebnis aber eigentlich irrelevant - genau wie dieser Kommentar. ;-)

Weinfass an der Autobahn 2.0

Im Niemandsland zwischen Ironie, Selbstkritik und Peinlichkeit kann man sich leicht verlaufen. Oder ist das ein verspäteter Aprilscherz?

Schäuble hat recht

Eigentlich finde ich es ja sehr nervig, wenn man mir das Wort aus dem Mund nimmt. Aber der Kommentar von Christian Rath in der taz gibt wieder mal genau das wider, was ich zum Thema "Schäuble will das Grundgesetz ändern, Teil 293" auch schreiben wollte. Dann erspar ich mir halt die Mühe.

Ein kleiner Nachtrag noch. Renate Künast hat den Schäuble-Vorstoß wie folgt kommentiert: "Dieser Minister hat entweder die Demokratie nicht verstanden oder er will sie abschaffen." Geht's vielleicht noch etwas überdrehter?