12. August 2011

(Teil-)Umzug

Es gäbe noch so viel zu schreiben... Da ich immer mehr feststellen musste, dass ich mich an dieser Stelle nicht auf ein Thema konzentrieren kann und daher die Motivation zum Schreiben nicht so recht kommen will, habe ich beschlossen, eine "Ausgründung" vorzunehmen und dem hier auch schon recht prominent vertretenen Wahlrecht mit dem besonderen Schwerpunkt USA einen eigenen Blog zu widmen. Ich möchte hierzu ergänzen, dass diese Entscheidung auch von einigen anderen Faktoren befördert wurde:
  1. bin ich seit Jahren Inhaber der Domain us-elections.de, die schon viel zu lange brach lag.
  2. habe ich einen ausreichend großen Webspace mit PHP, SQL usw. hinter dieser Domain, der bislang nur minimal genutzt wird.
  3. hat mein Provider kürzlich eine ziemlich simple Möglichkeit zur WordPress-Installation eingerichtet, die zugegebenermaßen auch meinen Spieltrieb geweckt hat (mit WordPress wollte ich schon immer mal was machen).
  4. erwarte ich, dass das Thema in den nächsten Jahren inhaltlich allerlei Anlass zu Wortmeldungen geben wird.

Dies vorweggeschickt, verkünde ich hiermit höchstoffiziell die Geburt meines neuen Blogs "U.S. Elections" unter der Adresse us-elections.de. Alles weitere gibt's dort zu lesen. Ob ich mich an dieser Stelle mal wieder zu Wort melden werde, weiß ich noch nicht. Mal sehen...

20. April 2011

Ehre! Freiheit! Vaterland! Love! Hate! Crap!

1. Akt - Vorgeschichte: Unter der Überschrift "Von Studierenden für Studierende" listet meine Universität schon seit längerer Zeit Weblinks zu zahlreichen studentischen Gruppen auf, die im Umfeld der Universität mehr oder weniger aktiv sind. Auf diese Liste zu kommen, ist denkbar leicht: Man muss der Universität nur per Mail die eigene URL mitteilen und den Wunsch zum Ausdruck bringen, in der Liste aufzutauchen. Wenn eine oberflächliche Überprüfung ergibt, dass es sich tatsächlich um eine Gruppe von Studierenden mit Bezug zur Universität handelt und das Web-Angebot minimalen formalen Anforderungen genügt, dann wird der Link aufgenommen.

8. August 2010

Alles wird schöner

Obwohl Blogger schon seit Jahren zu Google gehört, sieht die Benutzeroberfläche hinter den Kulissen teilweise immer noch sehr nach 2002 aus. Nach langer Zeit hat sich jetzt mal wieder etwas substanzielles getan, und mit dem neuen Vorlagen-Designer kann man endlich das Design eines Blogs einigermaßen flexibel verändern, ohne dass man jedesmal alle Gadgets neu einrichten muss. Nachdem ich in letzter Zeit wieder wenig Muße für inhaltliche Beiträge habe, werde ich wenigstens mal ein bisschen am Layout rumspielen. Vielleicht inspiriert das sogar ein wenig meine Schreibfeder.

8. Mai 2010

Pacta Absurda

Wozu schließt man einen Vertrag? Auf diese Frage kann es viele Antworten geben:
  1. Um den Vertragsparteien Rechtssicherheit hinsichtlich einer bestehenden oder künftig möglicherweise auftretenden Unklarheit rechtlicher oder tatsächlicher Natur zu geben.
  2. Um einen fairen und wirtschaftlich ausgewogenen Kompromiss zwischen widerstreitenden Interessen zu fixieren.
  3. Um die Spielregeln des Umgangs in einer langfristigen Beziehung festzulegen.
  4. Oder ganz allgemein: weil es etwas zu regeln gibt.

21. November 2009

Sprachlos

Heute mal ein Thema, zu dem ich wirklich nicht weiß, was ich sagen soll: Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass die durch § 130 Abs. 4 StGB unter Strafe gestellte Billigung, Verherrlichung oder Rechtfertigung des nationalsozialistischen Regimes nicht gegen das Grundgesetz verstößt, obwohl es sich nicht um ein "allgemeines Gesetz" im Sinne des Art. 5 Abs. 2 GG handelt. Man muss nur den Leitsatz des Urteils lesen, um zu erkennen, dass es sich hier in der Tat nicht um eine Entscheidung von der Stange handelt:
§ 130 Abs. 4 StGB ist auch als nichtallgemeines Gesetz mit Art. 5 Abs. 1 und 2 GG vereinbar. Angesichts des sich allgemeinen Kategorien entziehenden Unrechts und des Schreckens, die die nationalsozialistische Herrschaft über Europa und weite Teile der Welt gebracht hat, und der als Gegenentwurf hierzu verstandenen Entstehung der Bundesrepublik Deutschland ist Art. 5 Abs. 1 und 2 GG für Bestimmungen, die der propagandistischen Gutheißung der nationalsozialistischen Gewalt- und Willkürherrschaft Grenzen setzen, eine Ausnahme vom Verbot des Sonderrechts für meinungsbezogene Gesetze immanent.

24. Oktober 2009

95 Thesen gegen die Realität

So einen kapitalen Blödsinn wie "95 Thesen gegen die Evolution" habe ich wirklich schon lange nicht mehr gesehen. Der sogenannte "Streit" zwischen der anerkannten wissenschaftlichen Theorie der Evolution und der nicht ganz so anerkannten pseudo-wissenschaftlichen Theorie des "Design" (in welcher Variante vom ehrlichen Kreationismus bis zum "Intelligent Design" auch immer) tobt in Übersee ja schon seit einer Weile und schwappt gelegentlich auch bis zu uns rüber. Eine illustre Runde aus Juristen, Theologen und sogar einigen offenbar naturwissenschaftlich vorgebildeten Menschen hat sich nun daran gemacht, das deutschsprachige Publikum mittels einer beeindruckenden Liste von 95 Thesen (historische Anspielung weder zufällig noch unerwünscht) vom Irrsinn der Evolution zu überzeugen. Also auf zur Märchenstunde!

8. Oktober 2009

Agrigento locuta, Roma locuta

Zwei unerwartete und erfreuliche Urteile gibt es aus Italien zu vermelden:

Kalte Duschen, und weiter geht's

In meiner Wohnung herrscht heute reger Durchgangsverkehr.

28. September 2009

Kalte Duschen und heiße Reifen

Manchmal kommt einfach alles zusammen...

29. August 2009

"Mainz ist eine geteilte Stadt"

Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.

Wer nicht weiß, worum es geht: Wikipedia ist dein Freund.

26. August 2009

Gastfreundschaft

Als Fußball-Fan, der auch mal was anderes sehen will als immer nur Glubb-Spiele, ist man in der Metropolregion Fürth Nürnberg wirklich arm dran. Seit die Frankenritter wieder aufgestiegen sind, zeigen praktisch alle einschlägigen Premiere-Sky-Kneipen nur noch die Spiele unter Beteiligung der Regionalmatadore vom Valznerweiher. Da ist man dann schon dankbar für eine gelegentliche Bastion von Bayern-Fans, besonders wenn die Bayern gerade gegen meinen Verein spielen und deshalb ausnahmsweise ein interessantes Spiel gezeigt wird. Und da die Bayern-Fans eigentlich sowieso keinen Gegner ernst nehmen, sind sie auch nicht besonders feindselig. Und so durfte ich inmitten einer mäßig gefüllten und gut gelaunten Bayern-Kneipe den glorreichen 2:1-Sieg am vergangenen Samstag in voller Länge und unverletzt erleben. Danke an das Dartmoor Inn!
Das Zitat des Tages fiel übrigens in der 66. Minute, als Nikolce Noveski, der Eigentorschütze des Münchener Anschlusstores, ausgewechselt wurde: "Jetzt nimmt der Tuchel unseren besten Stürmer vom Platz..."

6. August 2009

"Es gibt keinen Markt für Kinderpornographie"

Der law blog (RSS) von Rechtsanwalt Udo Vetter ist eigentlich immer lesenswert, diesen Artikel nebst allen darin enthaltenen Verweisen lege ich aber besonders eindringlich ans Herz!

28. Juli 2009

5. Juli 2009

Steinmeiers feine Ironie

Ob wohl irgendjemand die schöne Anspielung in dem Steinmeier-Interview der Freitags-taz verstanden hat?
Der Streit zwischen der Volksfront von Judäa und Judäischer Volksfront hielt sich bei uns in Grenzen.
Einerseits finde ich solche Fähigkeit zur ironischen Selbstdistanz ja bewundernswert. Andererseits werde ich den Verdacht nicht los, dass er sich damit nur bei der "Jugend" einschleimen will. Wobei die Jugend, die er mit Monty-Python-Anspielungen erreicht, auch schon aus etwas reiferen Jahrgängen besteht. Ich nehme mal zu seinen Gunsten an, dass keine Berechnung dahintersteht und ihm das Zitat ganz natürlich rausgerutscht ist. Respekt.

Wieder digital :-)

Etliche Stunden neben dem Computer sitzen und hoffen, dass er nicht vor Abschluss der Datensicherung komplett verreckt, ist eine tolle Wochenendbeschäftigung. Laptop-Kaufen macht schon mehr Spaß. Es war allerdings gar nicht so einfach, auf die Schnelle einen 13-Zöller ausfindig zu machen; dieses Marktsegment scheint nicht so besonders attraktiv zu sein. Whatever, ich hab einen gefunden.

4. Juli 2009

Ein langer Wahlabend

Als die USA im November letzten Jahres ihren Präsidenten, ihre Abgeordneten undsoweiter wählten, hätte kaum jemand gedacht, dass sich eine der Entscheidungen dieses Wahltages so lange hinziehen würden, dass die Bush-v.-Gore-Tragödie von anno 2000 dagegen wie ein kurzer Pups wirkt. Erst in dieser Woche wurde endgültig festgestellt, dass der Komiker Al Franken als Nachfolger des bisherigen Amtsinhabers Norm Coleman den Staat Minnesota im Senat vertreten darf. Franken gewann nach ausgiebigem "recount" und einem gerichtlichen Nachspiel durch zwei Instanzen mit einem Vorsprung von 312 Stimmen (von knapp 3 Millionen) bzw. 5:0 vor dem Minnesota Supreme Court. Dieser Sieg beschert den Demokraten im Senat die sogenannte "super majority" von 60 Stimmen, mit der die Mehrheit der Minderheit erst so richtig zeigen kann, wo der Hammer hängt. Wir kommen darauf bei Gelegenheit zurück. Heute würde ich die Gelegenheit gerne nutzen, einen Vorschlag zur Reform des amerikanischen Wahlrechts vorzustellen, der eigentlich nicht beim Wahlrecht selbst, sondern bei der Gliederung der Bundesstaaten ansetzt. Wenn man nämlich durch eine Neugliederung die Ungleichgewichte der Staaten beseitigt, fallen einige der Nachteile des Electoral College automatisch weg. Behauptet zumindest der Autor der wunderbaren Seite www.fakeisthenewreal.org, der dies mit folgender Karte illustriert:


Nachtrag: Es gibt jetzt eine neue Variante der Karte mit geringfügigen Änderungen

3. Juli 2009

Wasser warm, Monitor schwarz

Ein Tag mit Licht und Schatten. Erfreulicherweise haben die Handwerker die optimistische Variante des Zeitplans beim Austausch des Kessels eingehalten, und es gibt bereits heute wieder warmes Wasser. Anschließend ist dann jedoch mein Laptop verreckt. Der Monitor zeigte zunächst ganz viele Streifen, dann erst mal gar nichts und jetzt immer mal wieder für ein paar Minuten ein normales Bild. Zum Glück funktioniert wenigstens der HDMI-Ausgang. Das TV-Bild ist zwar nicht zum dauerhaften Arbeiten geeignet, aber zum Sichern der Festplatte sollte es reichen. Das dauert halt jetzt ne Weile. Und morgen sehe ich mich mal nach einem Ersatzgerät um. Irgendwelche Empfehlungen?
PS: Friederike Sophie Wilhelmine von Preußen, Markgräfin von Brandenburg-Bayreuth, Schutzheilige der Universität Erlangen-Nürnberg, wäre heute stattliche 300 Markgräfinnenjahre (oder umgerechnet etwa 153,4 Eurogräfinnenjahre) alt geworden, wenn sie denn nicht schon seit gut 250 Jahren tot wäre. Wir gratulieren mit der Ablichtung einer zeitgenössischen Nachbildung von Wilhelmines Lieblingshund, dem sog. Wilhelminenmops:

1. Juli 2009

Kalt

Nach zwei Tagen eiskalten Duschens stelle ich fest: Das ist wirklich gewöhnungsbedürftig. :-(
Die erhöhten Außentemperaturen stellen auch keine wirkliche Hilfe dar, der Temperaturkontrast zwischen Luft- und Wassertemperatur wird dadurch eher noch schlimmer.

29. Juni 2009

Kaltes Wasser

Ab heute muss ich für mindestens fünf Tage ohne warmes Wasser auskommen. Eine mir zuvor nicht bekannte Fachfirma für Heizungs- und Installationsarbeiten teilte mir und den übrigen Mietern im Haus vor etwa zwei Wochen mit, dass die Wohnungseigentümergemeinschaft sie mit dem Austausch des Kessels im Keller beauftragt habe und das dauere nun mal mit allem drum und dran fünf bis zehn Arbeitstage. Vermutlich heben sie den Keller neu aus, mauern einen neuen Kamin und bauen anschließend den neuen Kessel vor Ort zusammen, während der rausgerissene alte Kessel bereits verrostend daneben liegt. Dabei verspricht die Firma auf ihrer Webseite vollmundig, das sie so einen Kesselaustausch in unter zwei Tagen hinkriegt. Ein Anruf führte zu folgender Aufklärung: Ja, das mit den zwei Tagen geht halt meistens, hier aber leider nicht, weil ... (technische Details, die ich nicht verstanden habe) und vor allem weil die Eigentümergemeinschaft nicht bereit war, für die durchaus machbare schnellere Lösung auch mehr Geld auszugeben. Hab leider vergessen zu fragen, wieviel mehr es gekostet hätte. Da muss ich also nochmal anrufen. Den Gesamtbetrag kann man dann so auf die Wohnungen im Haus umrechnen, dass überall der gleiche Prozentsatz an Mietminderung rauskommt. Zuletzt muss ich nur noch alle Nachbarn davon überzeugen, exakt diesen Teil ihrer Kaltmiete für den nächsten Monat einzubehalten. Welch schöne Gelegenheit, endlich mal die Nachbarn kennenzulernen...

28. Juni 2009

Zeitraffer Juni '09

Der Juni ist fast vorbei, und die geneigte Leserschaft wartet auf ein Lebenszeichen des Blog-Autors. Leider ist das Leben in der Außenwelt schon hektisch genug, und so komme ich zur Zeit nicht dazu, meine zahlreichen mitteilenswerten Gedanken niederzuschreiben. Ach ja...
Dabei ist im Juni ja wirklich viel passiert, was man kommentieren könnte oder sollte: Schnix hört auf, Jacko ist jetzt im Himmel, der Gouverneur von South Carolina (nein, den muss man nicht kennen - aber die Story ist klasse!) war wandern (oder nicht), der Christopher Street Day begeht seinen Vierzigsten, Ex-Tschechen-Premier Topolanek ließ sich in Berlusconis Garten den Schniedel fotografieren, im Container wird wieder gepoppt und keinen interessiert's, Hamburger Profs wenden sich gegen "Raketen-Moni", Heidelberger Studis besetzen das Rektorat , angeblich etwa 10% der deutschen Studis gehen auf die Straße, Erlanger Studis gehen lieber wählen, Habermas wird 80, Baron Dahrendorf wurde 80, im Iran wurde gewählt und wird demonstriert, schwedische Piraten entern das Europaparlament, deutsche Piraten werden (wenn ich richtig gezählt habe) zehntstärkste Partei, und ein twitternder deutscher Neu-Pirat bietet der (abwesenden!) Zensursula und ihrem Gesetz die Stirn:

PS: Auch in diesem Monat nicht in den Schlagzeilen: Die Welt ist nicht überall friedlich (nicht mal in New York), Autos können immer noch nicht fliegen, und keiner will Bir Tawil.